November 2005

hallo Leute !,                                                                                                      

Schon wieder ein paar Neuigkeiten.

R.G.Hardie & Co verkauft.

Insider wussten es schon länger : Hardie war in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Seit ihrem furiosen Fiasko mit der versauten Chanter-Schablone hatte sich die Firma nicht mehr richtig gefangen. Gesundheitliche Probleme des Inhabers, ein Sterbefall und Nachfolger-Probleme potenzierten sich in ihren Auswirkungen. Letztes Jahr übernahm ein Insolvenzverwalter das Ruder, versuchte nochmals die alten Kunden zu reaktivieren und neue zu gewinnen. Vergeblich.

Im Oktober 2005 gab dann der Trommel-Bauer “Premiere” bekannt, dass er R.G.Hardie übernommen habe und die bisherigen Marken “R.G.Hardie”, “Henderson” und “Air-Tight-Seasoning” weiterführen werde. Im Moment arbeiten die verbliebenen Angestellten einen Grossauftrag der Indischen Armee ab, ob und wie danach die Firma weitergeführt wird, ist derzeitig noch nicht bekannt.

Simply the Best

Wie jeder aktive Piper bin auch ich immer auf der Suche nach guten Reeds. Und mehr oder weniger per Zufall (ein Freund wanderte nach Irland aus) stiess ich dort auf einen kleinen, aber sehr feinen Reed-Maker, der die mit Abstand besten Reeds herstellt, die ich je gespielt habe. Und ich habe sehr viele durchprobiert.

Die Produktion läuft mit den modernsten Maschinen, was die Vorbereitung des Materials angeht. So werden z.B. die Blätter mit Lasern geschnitten - mit bisher ungekannter Genauigkeit und Gleichmässigkeit in der Ausführung. Die weitere Fertigung ist dann Handarbeit, weil das Können des erfahrenen Handwerkers in diesem Bereich durch nichts zu ersetzen ist.

Es sind Reeds mit einer Stufe oberhalb der Sound-Box, ähnlich den bekannten Warnock-Reeds. Gefertigt werden Reeds mit weisser und mit schwarzer Wicklung. Der Unterschied liegt in graduell verschiedener Balance der Oktave. Es sind Profi-Reeds, die von vielen Solo-Pipern gespielt werden. Generell sind sie etwas härter als vergleichbare andere Reeds. Der Reedmaker sagt zu Recht, dass ein guter Piper seine Reeds durch Einspielen weicher macht und dass der Sound mit seinen Reeds dann erheblich besser ist, als der von Reeds, die von Anfang an weich waren.
Auf der Aussenseite der Reeds sind noch die gelben Farbschichten des gewachsenen Schilfs erkennbar. Ein Zeichen dafür, dass diese Reeds oberflächennah geschnitten werden. Das heisst, dass die hohen Töne etwas pointierter kommen als, die tiefen. Zum Ausgleich sitzt die erwähnte Schulter relativ hoch an der Soundbox und beeinflusst die tiefen Töne positiv. Insgesamt ergibt dies eine sehr gut ausgewogene Skala, die dem modernen Hörempfinden entspricht. Die Oberfläche der Reeds ist sehr sauber, die Lippen sind messerscharf.

Zum Vergleich : ein sehr bekannter Reedmaker (ich möchte wegen vergleichender Werbung den Namen nicht nennen) macht seine Reeds eher aus der Innenseite des Schilfes mit dicken Lippen und erreicht dadurch zwar eine leichte Spielbarkeit bei sehr guten tiefen Tönen, aber die Chanter klingen oben fiepsig.

Die neuen Reeds klingen extrem gut in folgenden Chanters : Gillanders&McLeod, Ian D..Murray, Warnock und in alten WarMacs. Sie liegen bei 472 hz für das Low A, lassen sich aber nach oben bis ca 477 und nach unten bis ca 469 anpassen. Damit ist der heute übliche Bereich gut abgedeckt.

Diese Reeds erhalten Sie von mir unter der Bezeichnung “The Best” - die Besten . Dass dies nicht zu hoch gegriffen ist, werden Sie schnell merken. Testen Sie sie.

Neue PC-Reeds

Vom gleichen Hersteller, mit derselben Präzision gefertigt, gibt es auch rote Practice Chanter Reeds , handgebunden und mit sehr schönem, sehr weichem Ton. Die ersten Plastik-Reeds, die im Ton an die alten Cane-Reeds herankommen.

 

MacEges Rundbrief