März 2004
hallo Leute,
nachdem immer wieder bei mir nachgefragt wurde und in letzter Zeit auch über das BAG-Forum einige Anfragen eingingen, habe ich in meinem Archiv gegruschdelt (schwäbisch für intensiv gesucht) und meine alte Druckvorlage für das Heft über die Tonarten wieder entdeckt.
Sonderdruck aus MacEge’s Rundbrief :
Die Stimmungen und Tonarten des Schottischen Dudelsacks
Nach einer kurzen Einführung in die physikalischen Grundlagen der Tonleitern und Stimmungen werden die Chantertöne anhand der Untersuchungen von Seumas MacNeill und Lenihan beschrieben. MacNeill und Lenihan kamen damals zu dem Ergebnis, dass der schottische Dudelsack pentatonisch gestimmt sei und dass seine besonderen Intervalle=Tonschritte in der Pentatonik begründet seien.
Dass dies zwar so stimmt, aber eine verkürzte Sichtweise ist, wird aufgezeigt, und nachgewiesen, dass ca 20 Tonarten auf der Great Highland Pipe möglich sind. Der Aufbau dieser Tonarten mit Beispielmelodien wird dargestellt. Diatonische Skalen, Kirchentonleitern. Dur und Moll. Authentisch und plagal.
Im zweiten Teil geht es um den ganz konkreten Vorgang des Stimmens.
Wie wird der Chanter in sich gestimmt?
Wie die Drones ? Für sich und zum Chanter.
Wie soll ein Solopiper stimmen, wie ein Bandmitglied. Tricks beim Stimmen.
Setzen der Reeds in Chanter und Drones. Zusammenspielen mit anderen Instrumenten. Prüfmelodien.
Der dritte Teil umfasst mehrere neu berechnete Tabellen : die genauen Schwingungszahlen jedes einzelnen Tones in Hertz für eine A-Dur-Reihe ( bei A=440 Hz) und für den schottischen Chanter in verschiedenen heute üblichen Pitches : also A=459 ; A=467 ; A=471 und A=475. Zwischenwerte können leicht und ausreichend genau interpoliert werden.
Das nützt aber nicht viel, weil nur wenige Piper über ein Frequenzmessgerät verfügen. Deshalb ist für wichtige Pitches angegeben, wie ein ganz gewöhnliches chromatisches Stimmgerät (kein Gitarrentuner!), das schon für 20 Euro erhältlich ist, zum Stimmen der Pipe eingesetzt werden kann - das funktioniert so, dass die einzelnen Töne mit Abweichungen zu den Tönen der normalen Skala A=440 gestimmt werden. Diese Abweichungen sind in Tabellenform erfasst. Dabei werden die schottischen Intervalle eingehalten, also nicht etwa auf eine verschobene temperierte Skala gestimmt !
Ein weiterer Anhang geht auf die Eigenschaften von Schall ein, auf die Schreibweise von Noten und auf die Notenlängen, also die Zeitdauer, wie lange Noten zu spielen sind. Logischerweise ist hier auch etwas gesagt über das Tempo der unterschiedlichen Pipemelodien.
Da das Ganze auf nur 48 Seiten zusammengedrängt ist, ist manches ein bisschen verkürzt dargestellt, aber eine ganze Anzahl von Literaturhinweisen hilft denjenigen weiter, die tiefer in die Wunderwelt der Tonarten einsteigen wollen.
Ich habe eine kleine Auflage nachdrucken lassen. Heraus kam ein Heft, schwarz/weiss, DIN A4 gross, mit Klammerbindung und 48 Seiten. Es kostet 7.-- Euro plus 1,45 Porto innerhalb Deutschlands bzw. 5.-- Euro Porto international.
Das Heft ist nur bei mir erhältlich und nur solange der Vorrat reicht.
Gruss !
reinhold
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