Juli 2003
Liebe Piper, liebe Piperinnen,
Neue Pipe Chanter Reeds
Als Piper ist man immer auf der Suche nach neuen Reeds, und sie sollten immer besser sein, als die Alten. Ich bin auf verschlungenen Pfaden fündig geworden : “Harris Reedz - die Grünen”
Hersteller ist Steve Harris, der seine lebenslange Erfahrung als Piper und als Maschinenbauer in die Produktion dieser Reeds einbringt. Steve pipet bei der Victory Police Pipe Band - einer der Weltmeister-Bands in Grade 1. Wen wundert es , dass sie auch seine Reeds spielen ? Und andere Weltmeister auch, selbst im Solo-Bereich!
Die Reeds sind glatt geschnittene “französische” Reeds - ohne Kante, ridgeless. Natürlich Cane Reeds. Die Harris Reeds sind ebenso wie die Omega Reeds “Profi-Reeds”, also nichts für Anfänger. Sie sind fast ganz perfekt fertig gestellt, sozusagen 95 % vorgefertigt - das heisst, es muss nur noch ein ganz kleines bisschen nachgearbeitet werden, um das Bestmögliche aus ihnen heraus zu kitzeln - aber das Ergebnis ist grandios !
Nach meinen Erfahrungen reicht es eigentlich, wenn sie ein bisschen zusammengedrückt und sorgfältig eingespielt werden. Dann nach 2-3 Wochen mit etwas feinem Glaspapier oder dem Schabemesser die rauen Stellen entschärfen und die aufgestellten Holzfasern wegnehmen . Das Ergebnis ist ein Reed , wie ich es mir wünsche. Mein Gillanders&McLeod-Chanter mit der Elfenbeinsole, der in letzter Zeit wegen der Reeds mit mir etwas beleidigt war, singt wieder wie neu !
Ich habe noch nicht alle meine Chanter durchgetestet, bis im August weiss ich dann mehr.
Ich kann im Moment auch nur einige wenige Harris-Reeds bekommen, deshalb erfolgt die Auslieferung streng nach Reihenfolge des Eingangs und - vorläufig - wird nur eine begrenzte Anzahl abgegeben.
Ach ja, zum Preis : Die Reeds kosten in Australien $ 13,90, dazu kommt noch das Porto nach Deutschland. Der Endpreis hier steht noch nicht fest - hängt vom Zoll (vermutlich 20%) ab . Bitte einfach mal nachfragen. Ganz vorsichtig schätze ich mal, dass die Reeds ungefähr in der Grössenordnung meiner bisherigen Reeds liegen werden, möglicherweise ein Euro teurer.
Ian Sherwood schreibt :
Wenn heute in Piperkreisen der Eindruck vorherrscht, dass die Behandlung und das Ändern von Reeds nur von einigen auserwählten alten Männern gemacht werden kann, die dazu irgendwelcher höheren Weihen bedürfen, dann zeigt das eine bedenkliche Fehlentwicklung auf. Noch vor einer Generation war das Ändern und Anpassen von Reeds ein selbstverständlicher Teil der Piperausbildung. Jeder musste es lernen und jeder konnte es (mehr oder weniger, Anmerkung Ege). Das ist der Punkt, wo wir wieder hin müssen.
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